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Häufig gestellte Fragen

zum Thema Gebisse

Wie unterscheidet sich die Wirkungsweise einfach und doppelt gebrochener Gebisse?

Einfach gebrochene Gebisse

Einfach gebrochene Gebisse leiten die Zügelhilfe des Reiters über die Zungenränder und die Unterkieferknochen an das Pferdemaul weiter. Bei Zügelanzug stellt sich das Gelenk in der Mitte des Mundstücks leicht auf, und der Druck auf die Zungenränder nimmt zu.

Das beschriebene „Aufstellen“ des Gebisses wird häufig als sogenannter Nussknacker-Effekt bezeichnet, bei dem die unteren Laden eingeklemmt werden und/oder das Auge des Gelenks in den Gaumen des Pferdes drückt.

Dies ist jedoch ausschließlich der Fall, wenn das verwendete Gebiss deutlich zu groß oder zu dick für das entsprechende Pferdemaul ist. Insbesondere bei Pferden mit einem flachen Gaumenbogen, besteht dann tatsächlich die Gefahr, dass Druckstellen oder sogar Verletzungen im Gaumenbereich entstehen können.

Engelke / Gasse 2002

Da die Gebissschenkel herkömmlicher einfach gebrochener Gebisse (Ausnahme: Dynamic RS und Turnado) fertigungstechnisch bedingt immer unterschiedlich lang sind, wird auch einseitig immer etwas mehr Druck ausgeübt. Es ist deshalb zu empfehlen, einfach gebrochene Gebisse regelmäßig umzudrehen.

Bei Turnado- oder einfach gebrochenen Dynamic RS-Gebissen wurde das Gelenk um 45° nach vorne geneigt. Diese spezielle Winkelung ermöglicht eine gleichmäßigere Einwirkung auf beide Zungenränder.

Zur Gewährleistung der optimalen Wirkungsweise sind beide Modelle seitlich am Mundstück mit einem Pfeil gekennzeichnet. Es ist darauf zu achten, dass der Pfeil auf der linken Hand nach vorne zeigt.

Doppelt gebrochene Gebisse

Doppelt gebrochene Gebisse haben im Vergleich zu einfach gebrochenen Gebissen kürzere Schenkel, die durch ein Mittelstück miteinander verbunden sind. Die Druckverteilung erfolgt dadurch gleichmäßiger und großflächiger auf die Zungenhälften, ohne dass das Mittelstück in den Gaumen drückt.

Der durch Zügelanzug entstehende Druck wird also deutlich großflächiger über die Zunge verteilt und auf den Unterkiefer geleitet als bei einfach gebrochenen Gebissen. Durch das speziell angepasste und nach vorne geneigte Mittelstück bei allen doppelt gebrochenen Sprenger Gebissen aus Sensogan und Aurigan, kann bei passender Gebissgröße kein Gaumendruck entstehen.

Engelke / Gasse 2002

Bei allen Sprenger Gebissen, die seitlich am Mundstück mit einem Pfeil gekennzeichnet sind, ist zur Gewährleistung der optimalen Wirkungsweise darauf zu achten, dass der Pfeil auf der linken Hand nach vorne zeigt.