Nathe Pelham 20 mm mit harter Stange mit Zungenfreiheit und langen Anzügen

Artikelnummer: 42086
  • Einwirkung auf Maul, Genick und Unterkiefer
  • Entlastung der Zungenmitte
  • für Pferde, die gegen die Hand gehen
  • verschiedene Verschnallvariationen ermöglichen unterschiedliche Hebelwirkungen
  • Gebissscheiben schonen Maulwinkel
  • Kinnkette nicht im Lieferumfang enthalten
  • Schonung der Maulwinkel durch Gebissscheiben

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Die Vorteile im Überblick
• aus hochwertigem Thermoplast
• für Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft bei sensiblen und maulempfindlichen Pferden
• ausgezeichnete Verträglichkeit, antiallergen
• lebensmittelecht, frei von Weichmachern und Lösungsmitteln
• glatte Oberfläche, kein Radiergummieffekt
• temperaturneutral, gute Kälteflexibilität
• formstabil, hohe mechanische Festigkeit
• Sicherheit durch Stahlseele in Standardgebissen (ausgenommen Größe 110 mm)
• Ringe & Seitenteile aus hochwertigem Edelstahl
• Made in Germany
Mehr Informationen
GebissringartPelham
Stärke20 mm
MaterialThermoplast
MundstückStange
Unterzüge7 cm
DisziplinSpringen

Voraussetzung für das korrekte Verschnallen eines Gebisses ist immer die korrekte Verschnallung des Reithalfters. Der Nasenriemen sollte dabei entsprechend der 2-Finger-Regel verschnallt sein und die natürliche Kaubewegung des Pferdes zulassen. Das Gebiss sollte in der passenden Größe gewählt werden und so verschnallt sein, dass am Maulwinkel ein bis zwei Falten entstehen. Beim Auftrensen sollte das Genickstück leicht über die Ohren zu streifen sein, ansonsten ist das Gebiss zu hoch eingeschnallt. Wenn das Backenstück bei Zügelannahme „schlackert“ ist das Gebiss zu tief eingeschnallt.

Bei allen Sprenger Gebissen, die seitlich am Mundstück mit einem Pfeil gekennzeichnet sind, ist zur Gewährleistung der optimalen Wirkungsweise darauf zu achten, dass der Pfeil auf der linken Hand nach vorne zeigt.

Normale Wassertrense

Gebisse ohne die besondere Kennzeichnung durch den Pfeil an der Seite können beliebig herum eingeschnallt werden. Dies gilt in der Regel für normale Stangen- oder einfach gebrochene Gebisse. Bei normalen einfach gebrochenen Gebissen ist fertigungstechnisch bedingt immer ein Gebissschenkel länger als der Andere. Auf der Seite mit dem längeren Gebissschenkel wird entsprechend mehr Druck auf den Zungenrand und Unterkiefer geleitet als auf der anderen Seite. Um nicht langfristig mehr Druck auf eine Zungen- und Unterkieferhälfte auszuüben, ist es empfehlenswert, normale einfach gebrochene Gebisse in regelmäßigen Abständen umzudrehen.

Turnado Gebiss

Mit einem Turnado Gebiss oder einem einfach gebrochenen Dynamic RS Gebiss können Sie dem geschilderten Problem übrigens entgehen, denn bei diesen Modellen ist das Gelenk in der Mitte des Mundstücks speziell gewinkelt, wodurch der Druck bei Zügelanzug gleichmäßig auf beide Zungenhälften verteilt wird.

Gebisse dienen als Kommunikationsmittel zwischen Reiter und Pferd und sollen die Zügelhilfen des Reiters direkt und gezielt an das Pferd weitergeben. Damit ein Gebiss die gewünschte Wirkung so gut wie möglich erzielen kann, ist es wichtig, dass es in Form und Größe genau passt und korrekt verschnallt wird. Denn das Maul ist einer der sensibelsten Bereiche des Pferdes und sollte daher unbedingt mit Vorsicht und Sorgfalt behandelt werden. Das verwendete Gebiss sollte daher den individuellen Bedürfnissen des Pferdemauls angepasst sein und weder drücken, noch scheuern oder unangenehm für das Pferd sein.

Bei der Größenauswahl von Gebissen sind zwei Faktoren besonders zu beachten:
- Gebissweite
- Gebissstärke

Gebissweite

Gemäß der Durchführungsbestimmungen zu § 70 der aktuellen LPO dürfen Gebisse „die Maulwinkel nicht einklemmen und zwischen Maulwinkel und Gebissring nicht mehr als 0,5 cm herausragen, wenn das Gebiss gerade im Maul liegt.“ (LPO 2013, S.287.)

Gebisse mit durchlaufenden Ringen

Bei korrekter Verschnallung von Gebissen mit durchlaufenden Ringen (Wassertrensen) sollte rechts und links nicht mehr als 0,5 cm Platz zwischen Maulwinkel und Gebissring sein. Der Ring sollte immer frei beweglich sein und den Maulwinkel nicht einklemmen.

Gebisse mit festen Seitenteilen

z. B. Olivenkopf- und D-Ring Gebisse oder Schenkeltrensen

Gebisse mit festen Seitenteilen sollten immer eine Nummer kleiner gewählt werden als Wassertrensen. Die optimale Wirkung dieser Gebisse wird erzielt, wenn das Seitenteil relativ dicht am Maulwinkel anliegt. Das Gebiss liegt dadurch ruhig im Pferdemaul und mithilfe der anliegenden Seitenteile kann eine zusätzliche seitliche Einwirkung erzielt werden.

Kandaren und Unterlegtrensen

Die Unterlegtrense sollte in Form und Weite ähnlich der verwendeten Standardtrense gewählt werden. Die Kandare liegt unterhalb der Unterlegtrense im Pferdemaul. An dieser Stelle wird das Maul schmaler, weshalb die Kandare ½ bis 1 Nummer kleiner gewählt werden sollte als die Unterlegtrense.

Gebissstärke

Die Gebissstärke, also die Dicke eines Gebisses, sollte unbedingt an die anatomischen Gegebenheiten des Pferdemauls angepasst sein. Eine in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführte Vermessung von Maulhöhlen bei Pferden ergab, dass die Maulhöhle von Pferden kleiner und flacher ist als bis dahin angenommen wurde. Auch lassen sich keine Rückschlüsse von der Größe eines Pferdes auf die Größe der Maulhöhle ziehen. 

Mit Hilfe Ihres Pferdezahnarztes oder des sogenannten „2-Finger-Tests“ lässt sich herausfinden wie viel Platz im Maul Ihres Pferdes ist und welche Gebissstärke sie wählen sollten. Hierzu legen Sie einfach die zusammengelegten Zeige- und Mittelfinger an die Stelle ins Pferdemaul, an der das Gebiss eingelegt wird.

Ist der Abstandzwischen der oberen und unteren Lade gering, verspüren Sie Druck auf beiden Fingern. Die empfohlene Stärke liegt dann bei 14 – 16 mm.

Bei größerem Abstand zwischen oberer und unterer Lade verspüren Sie kaum Druck auf den Fingern. Die empfohlene Stärke liegt dann bei 16 – 18 mm.

Wenn ein zu dickes Gebiss gewählt wird, besteht die Gefahr, dass Druck auf den empfindlichen Gaumen ausgeübt wird. Dadurch können Druckstellen und Verletzungen entstehen, in jedem Fall ist das aber unangenehm für Ihr Pferd. Dieses Problem tritt in der Praxis relativ häufig auf und kann zu Kopfschlagen, Aufsperren des Maules oder „sich auf die Hand legen“ führen.

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